szmtag
2006-10-30 12:24:30

Wunschmusik aus dem Netz: Der Radiotracker im Test

Webradio macht's möglich: Mit DSL-Speed und der richtigen Software können Musikfans ihre MP3-Sammlung spielend leicht ergänzen – legal und kostenlos. Der Multi-Stream-Rekorder Radiotracker vermag Internet-Radiosender zu überwachen, um Musik gezielt anhand von Wunschlisten aufzunehmen. Wir haben uns die Software mal angeschaut.

Abseits illegaler Tauschbörsen und Download-Plattformen, gibt es durchaus Möglichkeiten, ganz legitim und kostenlos an Musik heranzukommen. Webradios übertragen rund um die Uhr tausende von Musiktiteln für nahezu jeden Geschmack im Netz. Ausgestattet mit der richtigen Software, ist es ein Leichtes sich in kurzer Zeit eine umfangreiche MP3-Sammlung aufzubauen.

Ein wahres Allround-Talent, bei dem man trotz aller Funktionsfülle nicht den Überblick verliert, ist der Radiotracker von DSL-Magazin.de. Die dritte Version des Webradio-Recorders vermag zig Streams parallel aufzunehmen, die aufgezeichneten Songs automatisch zu schneiden, zu normalisieren, mit Fading und den entsprechenden Informationen wie Artist, Album, Songtitel, Cover und Liedtext zu versehen. Mit einem integrierten Generator lassen sich zudem eigene Klingeltöne erstellen, eine Brennfunktion ermöglicht das Schreiben der Radiomitschnitte auf CD und via USB oder Bluetooth kann die Musikkollektion auch auf mobile Geräte wie iPod, MP3-Player oder Handy übertragen werden.

DSL-Magazin.de Radiotracker

Musik automatisch aufnehmen: Erste Schritte

Bevor mit der Aufnahme der MP3s begonnen wird, sollte man einen Blick in die "Optionen" der Software werfen. Dort lassen sich allgemeine Einstellungen definieren; wo die Songs zum Beispiel gespeichert werden oder von welcher Qualität die Mitschnitte sein sollten. Ferner lassen sich hier die Optionen für MP3-Tacks, Normalisierung und Fading einstellen, Filterregeln können festgelegt oder externe Geräte eingerichtet werden.

Wurde die Software konfiguriert, kann man mit dem Mitschneiden der Webradios loslegen: Einfach Genre auswählen und "Start" klicken. Alles andere läuft automatisch: Radiotracker sucht die entsprechenden Sender und Titel, beginnt mit der Aufnahme und versieht die Songs mit den MP3-Tacks. Sollten Cover oder Liedtexte doch einmal fehlen, können diese unter "ID3-Tags bearbeiten" manuell hinzugefügt werden. Damit sich die Festplatte nicht unkontrolliert füllt, bietet die Software die Möglichkeit, die Aufnahme der MP3s in Abhängigkeit vom Datenvolumen oder der Zeit zu begrenzen.

Gezielt Musikwünsche erfüllen

Wer gezielt nach bestimmten Musikstücken sucht, kann sich eine Wunschliste unter dem gleichnamigen Menüpunkt anlegen. Künstler und einzelne Titel werden über eine Datenbank zur Liste hinzugefügt. Aktiviert man anschließend im Hauptfenster "Wünsche erfüllen", fördert Radiotracker die entsprechenden Songs zu Tage. Je nach Häufigkeit der gespielten Musikstücke, eine Anzeige ist im Fenster integriert, kann das wenige Minuten oder mehrere Stunden dauern. Nach dem gleichen Prinzip lässt sich unter dem Reiter "Sender" eine Favoritenliste für bestimmte Webradio-Stationen erstellen. Die drei Auswahlmodi – Genre, Favoriten und Wunschliste – lassen sich für die Aufnahme auch beliebig miteinander kombinieren. Je differenzierter die Wünsche eingegeben werden, desto bessere Ergebnisse erzielt man dabei.

DSL-Magazin.de Radiotracker

Der Weg zum eigenen Klingelton

Mit der "Klingelton"-Funktion lassen sich aus Lieblingsliedern auch gleich die passenden Klingeltöne basteln. Im einfachsten Falle markiert man dazu den Anfangs- und Endpunkt und generiert mit einem Klick den individuellen Ringtone für sein Handy. Mit ein bisschen Übung und unter Zuhilfenahme der Funktionen "Fading" und "Cut" kann man seinen Eigenkreationen noch den letzten Schliff geben. Die erstellten Klingeltöne, unterstützt werden die Formate MP3, AMR und MMF, können per WAP direkt auf das Handy übertragen werden. Alternativ lassen sich die Klingeltöne aber auch auf dem Rechner speichern und via USB oder Bluetooth auf das Mobiltelefon laden. Praktisch, da hierbei keinerlei Kosten anfallen.

DSL-Magazin.de Radiotracker

Fazit: Alles, was das Musikherz begehrt

Radiotracker hat im Test einen durchweg guten Eindruck hinterlassen: Die Bedienung ist selbsterklärend, mit Hilfe der zahlreichen Funktionen lässt sich die Software individuell einstellen und auch das Spektrum der gefunden Titel sowie die Aufnahmegeschwindigkeit überzeugen. Dank der gut arbeitenden Schnitt- und Fading-Funktionen sowie der automatischen Ergänzung der MP3-Tacks, erspart sich der Benutzer zudem jede Menge Zeit und Mühe. Eine Filter-Funktion verhindert überdies die Aufnahme gleicher und damit doppelter Songs. Alles in Allem: Radiotracker ist sein Geld wert.

Download und Preise

In der Platinum-Version stehen Wunschlisten, Klingeltongenerator sowie eine Datenbank mit 77 Genres und über 13.000 Webradios zur Verfügung. Im Preis schlägt die Vollversion mit 29,90 Euro zu buche. Die günstigere Premium-Version ist ab 23,90 Euro zu haben. Sie ermöglicht zwar auch das Mitschneiden von Webradios, allerdings haben Anwender keine Möglichkeit eine Wunschliste zu erstellen. Ansonsten gleichen sich die Funktionen. Eine kostenlose Testversion steht hier zum Download bereit. 25 Songs lassen sich damit aufnehmen, bevor eine Registrierung notwendig ist.

Zum Download des DSL-Magazin.de Radiotracker: Hier Klicken

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