Cannes (afp/red) - In der Welt der digitalen Musik gebe es wieder "gute Gründe für Optimismus", sagte der Direktor des Weltverbandes der Phonoindustrie (IFPI), Frances Moore, in Cannes, wo die MIDEM am Samstag ihre Tore öffnet. Bis Dienstag wollen sich in der Stadt am Mittelmeer rund 750 Vertreter der Branche aus aller Welt treffen.
Dem Verband zufolge erlebte die Branche im vergangenen Jahr ein beispielloses Wachstum, was auf einen Rückgang des illegalen Herunterladens von Musik im Internet zurückzuführen sei: Beim Verbraucherverhalten sei eine "Revolution" festzustellen, heißt es beim IFPI, der sich für die Urheberrechte von Musikern einsetzt. So sei die Zahl von Anbietern wie Spotify, Deezer und Sony's Music Unlimited, die weltweit gegen Entgelt legales Musikhören im Internet ermöglichen, im vergangenen Jahr von 23 auf 58 gestiegen.
Die Zahl der Abonnenten solcher Musikanbieter schnellte nach Angaben des IFPI 2011 um 65 Prozent auf weltweit rund 13,4 Millionen empor, den Jahresumsatz der digitalen Musikbrache beziffert der Verband auf rund vier Milliarden Euro. Dennoch stelle der Übergang von physischen Tonträgern auf digitale Musik die Branche nach wie vor vor Herausforderungen, heißt es in einem Bericht des Verbandes. Auch das illegale Herunterladen bleibe eine Bedrohung: Den Statistiken des IFPI zufolge bedient sich weltweit noch immer jeder vierte Internetnutzer bei nicht zugelassenen Anbietern.
Die Frage, wie Musiker für ihre Arbeit bezahlt werden, bleibt den Organisatoren der Messe zufolge daher auf der Tagesordnung. Der Einfluss von Internetriesen wie Google, Amazon, Facebook und YouTube auf die Musikbranche soll ein weiteres Schwerpunktthema sein.
Im viel beachteten Rechtsstreit mit dem Internetportal Youtube hat die Gema Berufung eingelegt. Das Urteil geht der Rechteverwertungsgesellschaft noch nicht weit genug. Es war entschieden worden, dass Youtube Videos nach Beschwerden der Rechteinhaber löschen muss.
Das Flatrate-Prinzip erobert die Musikportale. Das Magazin Chip hat die fünf meistgenutzten Portale geprüft und erklärt, wann sich der Wechsel von Download zu Streaming lohnt und worauf man achten sollte.
Mix Radio, der kostenlose Musik-Streaming-Dienst von Nokia, steht ab sofort Kunden in Deutschland und der Schweiz zur Verfügung. Mit einem Nokia Lumia 800 oder Lumia 710 hat man Zugriff auf 15 Millionen Titel.
Nokia ist nicht mehr die Nummer eins im weltweiten Handygeschäft. Das räumte der scheidende Aufsichtsratschef Jorma Ollila am Mittwochabend gegenüber dem finnischen Fernsehsender MTV3 ein.
Der französische Elektronikhersteller Memup gibt die Einführung seiner vier neuen MP3-Player bekannt: Skite, Komet, Square und K18 Color. Mit den unterschiedlichen Geräten will der Hersteller unterschiedlichste Nutzer ansprechen.
Die Internetplattform YouTube darf in Deutschland sieben ganz bestimmte Musikvideos nicht mehr zugänglich machen und muss auch einen künftigen erneuten Upload verhindern. Das Urteil ist von grundsätzlicher Bedeutung.
Der Getränkeriese Coca Cola plant einen eigenen Internet-Musikdienst. Der Konzern verkündete am Mittwoch eine Allianz mit dem erfolgreichen schwedischen Anbieter Spotify.
Der deutsche Musikmarkt hat sich im Jahr 2011 stabil entwickelt. Obwohl physische Tonträger noch den größten Marktanteil innehaben, nehmen Online-Angebote wie Downloads und Streaming stetig zu.
Musik hören ohne Limits: Gut 15 Millionen Titel können mit Napster an jedem beliebigen Rechner und auf drei zusätzlichen mobilen Geräten gehört werden. 1&1 bietet seinen Neukunden jetzt Sonderkonditionen für die Flat.
Nur telefonieren war gestern. Multifunktionelle Smartphones stehen für die Gegenwart der Mobiltelefonwelt. Auch Sony Ericsson ist es mit seinem Modell Xperia Neo V gelungen, sich auf dem Markt zu etablieren.