Berlin (red) - Das sei der größte Zuwachs seit Jahren, gab der Branchenverband Bitkom bekannt. Basis der Angaben ist eine Erhebung des Instituts GfK für den Verband.
Auch die Stückzahlen sind im vergangenen Jahr gestiegen: 51 Millionen Mal haben die Deutschen einen Song oder ein Album im Netz gekauft und heruntergeladen. Das ist ein Plus von 27 Prozent gegenüber 2008 und fast doppelt so viel wie 2006.
Männer stellen 63 Prozent der Kunden, Frauen 37 Prozent. Weiter gestiegen ist der Anteil von Käufern ab 30 Jahren. Er hat um vier Prozentpunkte auf 57 Prozent zugelegt. Laut Bitkom-Vize Berg seien bezahlte Musik Downloads keine Domäne junger Anwender, sondern gewönnen gerade in höheren Altersgruppen an Beliebtheit.
Neben sinkenden Preisen gibt es einen weiteren Grund für den Boom: Dank schneller Internet-Zugänge in immer mehr Haushalten lassen sich auch große Dateien schnell auf PCs übertragen. Künftig werden zudem mehr mobile Geräte für Musik-Downloads zum Einsatz kommen. Im kommenden Jahr startet der UMTS-Nachfolger LTE mit deutlich höheren Bandbreiten.
Sony will Ende des Jahres einen neuen Streaming-Dienst für Musik und Videos auf den Markt bringen. Qriosity soll die neue Konkurrenz zu Apples iTunes heißen.
Ping, das neue Musiknetzwerk von iTunes, hat bereits kurz nach dem Start über eine Million Nutzer. Leider haben auch Spammer die Community schon für sich entdeckt.
Apple hat jetzt die neuen iPods vorgestellt, die ab kommender Woche im Handel erhältlich sein werden. Diese Neuerungen gibt es bei iPod touch, iPod nano und iPod shuffle.
Der Antrag der Gema auf einstweilige Verfügung gegen Youtube wurde abgelehnt. Voraussichtlich wird es aber ein Hauptverfahren geben, bei dem die Musikrechte-Gesellschaft gute Chancen haben dürfte.
Wer sich bisher stets mit unpassenden Kopfhörern herumschlagen musste, für den gibt es jetzt eine maßgefertigte Lösung. Die c-ears werden für jeden Kunden speziell angefertigt. Das hat allerdings seinen Preis.
Das Mixed Tape geht in die nächste Runde: Für einen Zeitraum von acht Wochen steht die neue kostenlose Compilation von Mercedes im MP3-Format zum Download bereit.
Bei Amazon gibt es jetzt einen kostenlosen Reggae-Sampler zum Herunterladen. Die zehn Songs sind zum größten Teil deutschsprachig und kommen vom Label Rootdown Records.
Im Internet gibt es laut einer französischen Psychologin auch Drogen zum Hören. Die Sounds sollen eine ähnliche Wirkung auf die Hirnaktivität haben wie LSD oder Kokain und sind teilweise ganz schön teuer.
Charts.de heißt die neue Datenbank von media control. Hier kann der Musikfreund sich über die erfolgreichsten Küstler, Songs und Alben seit 1977 informieren.