München (AFP/red) - Wie die Gema am Donnerstag in München mitteilte, schaltete sie die Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts in München ein, um das von ihr geforderte Vergütungsmodell prüfen zu lassen. Das Amt ist bei Auseinandersetzungen über Urheberrechtsangelegenheiten in Deutschland laut Gesetz für eine neutrale Klärung und Prüfung zuständig.
Trotz jahrelanger Gespräche einigten sich die Gema und die Google-Tochter YouTube bislang nicht über die Bezahlung der Rechteinhaber beim Abruf von Musikvideos über das Internet und andere rechtliche Modalitäten. Der entsprechende Nutzungsvertrag war 2009 ausgelaufen, seither gibt es keine neue Lizenzvereinbarung. In dem offiziellen Schiedsverfahren soll der Gema zufolge nun auch geklärt werden, ob ihr für die jahrelange unlizensierte Nutzung von 1000 unheberrechtlich geschützten Werken durch YouTube Schadenersatz zusteht.
YouTube verweigert wegen der unklaren Rechtsverhältnisse seit längerem den Zugriff auf bestimmte Videos und blendet einen Warntafel ein, die auf die Gema verweist. Gegen diese Tafeln geht die Gema nach eigenen Angaben jetzt parallel zu dem Schiedsverfahren juristisch mit einer Abmahnung vor. Der Text der Tafeln erwecke bei den Nutzern den "falschen Eindruck", dass die Gema die Lizenzierung kategorisch verweigere und führe so die öffentliche Meinung in die Irre, teilte der Verwerter am Donnerstag mit. YouTube könne die Lizenzen jederzeit erwerben.
Der US-Technologiekonzern Apple hat seinen lange erwarteten Streamingdienst für Musik im Internet vorgestellt. Bei der Eröffnung der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco präsentierte Apple am Montag die Anwendung iTunes Radio.
ProSiebenSat.1 baut sein Musik-Geschäft weiter aus und hat am Montag die neue Plattform Ampya gestartet. Über die Plattform seien mehr als 20 Millionen Songs, 57 000 Musikvideos und 100 000 Radiostationen verfügbar, teilte die Sendergruppe mit.
Apple hat laut einem Medienbericht die letzte große Hürde für sein geplantes Internetradio genommen. Als letzter der drei großen Musikkonzerne sei auch Sony mit an Bord, schrieb das Technologieblog "All Things D" am Freitag.
Beim kostenpflichtigen Herunterladen von Musik aus dem Internet können Verbraucher durch einen Anbietervergleich teils kräftig Geld sparen. Der gleiche Song kostet bei einzelnen Anbietern teils mehr als das doppelte als bei anderen Online-Plattformen.
Der US-Internetriese Google startet einen Musik-Streaming-Dienst für Smartphones und Tablet-Computer mit dem hauseigenen Betriebssystem Android. Das Angebot Google Play All Access wurde am Mittwoch auf der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco vorgestellt.
Der Kauf von Musik zum Download liegt im Trend. Jeder vierte Bundesbürger (26 Prozent) lädt kostenpflichtige Musikdateien im Web herunter, etwa als MP3-Datei. 16 Prozent der Kunden von Download-Shops kaufen regelmäßig Musik online.
Bei Aldi Nord gibt es ab Montag, den 29. April, einen MP3-Player der Eigenmarke Medion zu ergattern. Der Player hat acht GB Speicherplatz für Musik im MP3-, WMA- oder WAV-Format. Die Titel werden einfach per Drag & Drop vom PC auf das Gerät geladen.
Der Frühling steht vor der Tür und die Fahrräder auf den Straßen werden wieder zahlreicher. Trekstor hat jetzt einen MP3-Player speziell für das Musikhören auf dem Drahtesel vorgestellt; der i.Beat road kommt mit Fahrradhalterung und Taschenlampe.
Obwohl die Einnahmen aus dem digitalen Geschäft in 2012 einen bisherigen Spitzenwert erreichten, wird Musikkaufen an sich zum Nischenmarkt, beklagt die Musikwirtschaft. Ein großer Anteil der Käufe geht auf "Intensivtäter" zurück.
Smartphones entwickeln sich zunehmend auch zu mobilen Abspielgeräten für Musik. Wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) mitteilte, hat bereits jeder zweite Deutsche (49 Prozent) schon einmal ein Smartphone genutzt, um unterwegs Musik zu hören.