Hamburg (red) - Im Fitnessstudio, im Wald oder in der U-Bahn - ein MP3-Spieler verspricht Musikgenuss ohne Grenzen, allerdings nur mit vollem Akku. Üblicherweise werden die Musikspieler über den Computer per USB-Buchse aufgeladen und daher ohne entsprechendes Ladegerät geliefert. Ist kein PC in der Nähe, hilft ein USB-Ladegerät mit Strom direkt aus der Steckdose. Doch bei einigen Modellen besteht offenbar Stromschlaggefahr - das zeigt ein Computerbild-Test von 30 Ladegeräten für MP3-Spieler mit iPod- oder USB-Anschluss (Ausgabe 9/2009).
Neun der 30 Testkandidaten wertete die Zeitschrift aufgrund gravierender Sicherheitsmängel auf "ungenügend" ab. So versagte bei fünf Netzgeräten die Isolierung im Hochspannungstest. Die Folge: gefährlicher Funkenschlag. Ein Gehäuse zerbrach beim Falltest und spannungsführende Bauteile lagen anschließend frei. Drei Auto-Adapterstecker waren unzureichend gegen zu hohe Ströme abgesichert, können im Falle eines Defektes überhitzen und sich entzünden. Fast alle der abgewerteten Geräte fielen außerdem noch beim Testpunkt "elektromagnetische Verträglichkeit" durch, sie tragen das CE-Zeichen laut Computerbild zu Unrecht.
Mit guten technischen Werten und drei Reisesteckern als Extra holte sich der USB-Lader Hähnel World Travel (15 Euro) den Testsieg. Bei den Geräten mit iPod-Anschluss lagen der USB Charger (25 Euro) und das Power Pack for iPod (mit Kfz-Adapter, 15 Euro) von Belkin vorn. In Sachen Leistung schnitten bis auf den MR Trade Charger X-RL-005f (3,67 Euro) alle Netzteile gut ab: Sie lieferten mindestens die von der USB-Norm geforderte Strommenge von 500 Milliampere - der Testsieger brachte es sogar auf mehr als 1000 Milliampere, was bei stromhungrigen Geräten wie dem iPhone die Ladezeit deutlich verkürzt.
Übrigens: Alle Ladegeräte entpuppten sich als Stromfresser. Sie stellten nur 50 bis 70 Prozent der aufgenommenen Energie zum Laden zur Verfügung, der Rest verpufft als Wärme. Außerdem: Wer generell Verschwendung vorbeugen will, sollte nach Gebrauch stets den Stecker ziehen.
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