Hamburg (red) - Wenn das Radio mit dem eintönigen Pop-Gedudel der lokalen Sender nervt, kann das Internet aus der Patsche helfen: Über das weltweite Datennetz lassen sich problemlos Tausende von Radiosendern frei empfangen. Das funktioniert mit Internetradios sogar ohne Computer, einen Internetzugang mit Pauschaltarif vorausgesetzt. Die Zeitschrift Audio Video Foto Bild stellte in ihrer Ausgabe 4/09 sechs Geräte von 200 bis 500 Euro auf den Prüfstand.
Fast alle Radiosender, die per UKW empfangbar sind, senden ihr Programm auch über das Internet. Die Sender lassen sich dann direkt am Computer oder per Internetradio empfangen. Wer ein solches Radio nutzt, verbindet dieses per Netzwerkkabel oder Funk mit seinem Router. Das Internetradio wiederum verbindet sich anschließend mit einer vorgegebenen Webadresse, unter der Senderlisten nach Genre und Ländern sortiert abgespeichert sind. Im Test schaffte es das günstige Terratec Noxon iRadio for iPod (195 Euro) auf den ersten Platz. Es spielt sehr viele Internetradio-Formate und punktet mit vielen Anschlussmöglichkeiten.
Der Klang ist dennoch eher bescheiden. Am besten klingt dagegen die zweitplatzierte Logitech Squeezebox Boom (280 Euro). Das Radio hat ein großes, übersichtliches Display, allerdings fehlen zusätzlicher UKW-Empfang sowie Netzschalter. Klanglich enttäuschte auch ein Markengerät: Das Philips NP2900/12 (299 Euro) klingt den Testern zufolge trötig - Musik hören mache damit keinen Spaß. Auch das farbige Display, womit sich Album-Cover und Sender-Logos anzeigen lassen, könne darüber nur schlecht hinweg trösten. Wer ein Internetradio mit CD-Spieler möchte, kann auf das Grundig Ovation 2i CDS 9000 WEB zurückgreifen. Allerdings habe die zugehörige runde Fernbedienung wirr angeordnete Tasten und das Gerät sei mit rund 500 Euro doch relativ teuer.
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