Apple hat wie erwartet am gestrigen Montag das neue iPhone 3G vorgestellt, das jetzt auch UMTS-tauglich ist. Es werden auch die UMTS-Turbonetze unterstützt. Das iPhone 3G verfügt zudem über eingebautes GPS für erweiterte standortbezogene mobile Dienste und die iPhone 2.0 Software, die die Unterstützung von Microsoft Exchange ActiveSync beinhaltet. Die iPhone 2.0 Software wird allerdings ab 11. Juli als kostenloses Softwareupdate über iTunes 7.7 oder neuer für alle iPhone-Kunden verfügbar sein.
Ein paar äußerliche Änderungen gibt es auch zu vermelden. Das neue iPhone wird etwas runder geformt sein, zudem wird das Metallgehäuse offenbar ganz oder teilweise durch Kunststoff ersetzt.
Darüber hinaus sind Hunderte, mit Hilfe des kürzlich veröffentlichten iPhone SDK bereits erstellter Anwendungen von Drittherstellern nutzbar. In den USA wird das neue iPhone 3G für 199 US-Dollar in der 8-GB-Variante und für 299 US-Dollar in der 16-GB-Ausführung erhältlich sein - in dieser Version übrigens auch in Weiß. Das iPhone 3G kommt im Laufe des Jahres in mehr als 70 Länder, beginnend mit der Verfügbarkeit am 11. Juli in folgenden Ländern: Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Hong Kong, Irland, Italien, Japan, Mexiko, den Niederlanden, Neuseeland, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Großbritannien und den USA. Was das Handy in Deutschland kosten wird, steht noch nicht fest. Bei der letzten iPhone-Version waren Dollar- und Euro-Preis gleich geblieben.

Das iPhone 3G ermöglicht den Nutzern einen Zugang zum Internet und zu E-Mail über das Mobilfunknetz mittels Quad-Band GSM und Tri-Band HSDPA für Sprach- und Datenverbindungen überall auf der Welt. Das iPhone 3G unterstützt WLAN-, 3G- und EDGE-Netzwerke und schaltet automatisch zwischen diesen um, um die schnellstmögliche Download-Geschwindigkeit zu gewähren. Das neue iPhone macht darüber hinaus Multi-Tasking mit gleichzeitiger Sprach- und Datenkommunikation einfacher: so kann man mit dem neuen iPhone 3G im Internet surfen, Wegbeschreibungen einholen oder E-Mails abrufen, während man telefoniert.
Zu den zusätzlichen mit der iPhone 2.0 Software erhältlichen Features zählt die Möglichkeit, Realtime-Mapping durchzuführen und den Fortschritt mit der GPS-Technologie nachzuverfolgen, mehrere E-Mail-Nachrichten auf einmal zu verschieben oder zu löschen, nach Kontakten zu suchen, auf einen neuen, wissenschaftlichen Rechner zuzugreifen, Zugriffsbeschränkungen für spezifizierte Inhalte (etwa durch Eltern) festzulegen, Bilder direkt von einer Website zu speichern oder sie zum iPhone zu mailen und von dort ins Fotoarchiv des Macs oder PCs zurück zu übertragen. Das iPhone 3G ermöglicht Apple zufolge eine Sprechdauer von zehn Stunden in 2G-Netzen und fünf Stunden bei Verwendung von UMTS/HSDPA, bis zu fünf bis sechs Stunden Internetnutzung, bis zu sieben Stunden Videowiedergabe und bis zu 24 Stunden Audiowiedergabe.
Das iPhone 3G macht sich MobileMe zu Nutze. Dabei handelt es sich um einen neuen Internetdienst, der E-Mails, Kontakte und Kalender durch "Cloud-Computing" zu den nativen Anwendungen des iPhone, des iPod touch, der Macs und PCs pusht. Mit MobileMe werden Nachrichten augenblicklich auf das iPhone übertragen, wodurch die Notwendigkeit, E-Mails manuell zu prüfen und auf deren Downloads zu warten, entfällt. Zudem hält Push die Kontakte und Kalender fortwährend auf dem neuesten Stand. Die Änderungen, die man auf einem Gerät vornimmt, werden somit automatisch auf den anderen Geräten aktualisiert.
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