Der integrierte Musikplayer wäre für 37 Prozent der deutschen Schüler ein relevantes Kaufkriterium und ist den Jugendlichen damit dreimal so wichtig wie den übrigen Verbrauchern, von denen sich bislang 13 Prozent für dieses Ausstattungsmerkmal interessieren. Das iPhone sei nicht nur ein Handy, sondern ein innovatives Produktkonzept. Das zeige schon der "look and feel" des iPhone, das nicht mehr an ein klassisches Telefon erinnere sondern an ein innovatives und konvergentes Multimediagerät. "Es wird spannend zu beobachten sein, wie es das neue Produkt schafft, den Bedürfnissen und dem Nutzungsverhalten neuer Zielgruppen zu entsprechen."
Obwohl schon 50 Prozent der Deutschen das iPhone kennen, ohne dass es bislang offensiv beworben noch ein konkretes Veröffentlichungsdatum genannt wurde, wollen sich gerade einmal drei Prozent der Deutschen das neue Handy anschaffen. Knapp 80 Prozent interessieren sich überhaupt nicht dafür.
Accenture stellte darüber hinaus die Frage, ob Kunden bereit wären, ihren Mobilfunkanbieter zu wechseln, um das iPhone zu bekommen. Hintergrund der Frage ist das von Apple in den USA praktizierte Modell, sein Gerät exklusiv über den Handyprovider AT&T zu vertreiben. In Deutschland steht ein Partner bislang noch nicht fest. Das Ergebnis: Zwölf Prozent der Befragten würden einen Wechsel in Betracht ziehen, jedoch nur einer von hundert vor Ablauf seines bisherigen Vertrages. Auf Schüler übt das iPhone eine besonders starke Faszination aus, 35 Prozent würden gegebenenfalls für das Apple-Handy zu einem anderen Handyanbieter wechseln.
Bereits heute hören viele Menschen unterwegs Musik auf ihrem Handy. Und immerhin sechs Prozent der Befragten würden sich mehr Musik als bisher aus dem Internet holen, wenn sie das iPhone besäßen. Auch in diesem Punkt liegen die Jüngeren weit vor dem Durchschnitt (23 Prozent der Schüler und 15 Prozent der Unter-30-jährigen). "Das iPhone verschafft Apple einen weiteren Zugangspunkt zur digitalen Wertschöpfungskette", sagt Dr. Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications & High Tech bei Accenture. "Die Absicht, das Kundeninterface für sich zu behaupten, zeigt sich bisher darin, dass man in den USA einen iTunes-Account benötigt, um das iPhone zu bestellen."
Ein Vergleich mit den USA zeigt, dass es in Sachen Bekanntheit des iPhone keinen großen Unterschied gibt. Laut zweier unter anderem im Wall Street Journal veröffentlichten Umfragen kannten Mitte Juni 54 Prozent der US-Amerikaner das iPhone (Deutschland: 50 Prozent). Ganz anders dagegen beim Thema Kaufbereitschaft: Neun Prozent der befragten Amerikaner äußerten hohes Interesse, sich das Apple-Handy zuzulegen, gegenüber drei Prozent hierzulande.
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