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Europäische Verbraucherschützer klagen gegen iTunes

Vier europäische Verbraucherorganisation gehen nun gemeinsam gegen Apples iTunes vor. Zu den Kernforderungen zählen neben der Kompatibilität mit anderen Playern auch verbraucherfreundlichere AGBs.

Verbraucherorganisationen aus Finnland, Norwegen, Frankreich und Deutschland gehen nun gemeinsam gegen Apple vor. In den Verfahren geht es um verbraucherfreundliche Nutzerbedingungen für iTunes in ganz Europa. Die vier Organisationen waren bereits 2006 mit Klagen und Abmahnungen gegen iTunes vorgegangen. Als Reaktion darauf hatte sich iTunes offen für Verhandlungen gezeigt, mit den einzelnen Verbraucherorganisationen jedoch separat verhandelt. Auch iTunes hatte eine Bündelung der Verhandlungen begrüßt.

MusikEine der Forderungen der Verbraucherschützer ist die Kompatibilität mit anderen MP3-Playern. "Verbraucher haben ein Recht, online gekaufte Musik auf Abspielgeräten ihrer Wahl spielen zu können," erklärten die vier Organisationen. Vertragsklauseln und technische Beschränkungen, die dies einschränken oder ausschließen seien unfair und sollten zurückgenommen werden, so die Forderung. Die Musikindustrie solle Standards für die Verwertung digitaler Musik entwickeln. Die Organisationen fordern Apple dazu auf, seine Verträge mit der Musikindustrie neu aushandeln, so dass Songs auch ohne DRM-Systeme heruntergeladen werden können. Als Zwischenlösung könne man Verbrauchern erlauben, gebrannte CDs durch Rippen umzuformatieren. Dieser mit iTunes diskutierte Vorschlag sei aber keine sinnvolle Dauerlösung. "Wir erwarten von Apple spürbare Fortschritte bei der Interoperabilität bis September 2007."

Eine der weiteren Forderungen sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs). Die vier Organisationen verlangen die Rücknahme einer Klausel, mit der sich iTunes das Recht vorbehält, die AGBs einseitig und ohne Zustimmung der Verbraucher zu verändern.


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