Wie media control zum gestrigen Beginn der Musikmesse Popkomm mitteilt, ist die Anzahl von Musik-Downloads von Januar bis Ende August 2006 im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um fast zwei Drittel gestiegen. Während 2005 in dieser Zeit circa 10,8 Millionen Songs aus dem Internet legal heruntergeladen wurden, waren es in den ersten knapp neun Monaten 2006 bereits über 17,5 Millionen.
Davon profitierte auch der Gesamtmarkt. Die Verkaufsmengen und Umsätze, die mit CDs erzielt werden, sind zwar nach wie vor rückläufig, aber die Verluste wurden geringer. Im Blick auf die ersten acht Monate des Vorjahres verzeichnete die Branche Ausfälle von 1,6 Prozent bei der Menge und 3,4 Prozent beim Umsatz.
In den Charts zeigt sich derzeit eine Beliebtheit für deutschsprachige Titel. Das erfolgreichste Album der ersten 36 Wochen des Jahres stammt von Rosenstolz. "Das grosse Leben" ist die meistverkaufte CD aller im Jahr 2006 abgesetzten Longplayer. Darüber hinaus sorgten Xavier Naidoo, Tokio Hotel und Silbermond für gut platzierte deutsche Titel in den Album-Charts.
Spannend wie die Fußball-WM war der Kampf zwischen Herbert Grönemeyer und Sportfreunde Stiller um den Titel der erfolgreichsten deutschsprachigen Single. Gemessen an den Verkäufen und Chart-Platzierungen, konnte sich das Münchner Trio durchsetzten. Gegen Bob Sinclairs "Love Generation" hatten allerdings auch sie keine Chance. Kein anderer Titel ging 2006 öfter über die Ladentheke.
Insgesamt gibt es vom Gesamtmarkt positive Nachrichten, so media control weiter. Vor allem bei den Downloads wird einiges passieren. Denn neben den etablierten Anbietern stehen mit Samsung und Microsoft weitere starke Player kurz vor dem Start eigener Plattformen. Dadurch scheint die 25-Millionen-Grenze bei der Anzahl der Downloads im Jahr 2006 angreifbar.
Streamingdienste im Internet sind eine beliebte Möglichkeit, jederzeit auf Millionen von Musiktitel zuzugreifen zu können. Audio Video Foto Bild hat sieben Musik-Abodienste auf Auswahl und Qualität hin getestet.
Nach zehn Jahren Krise zeigt sich die Musikbranche vor Beginn der 46. Internationalen Musikmesse MIDEM in Südfrankreich nun wieder etwas zuversichtlicher. Verbraucher nutzen wieder mehr legale und kostenpflichtige Angebote.
Aldi Nord hat ab Montag, den 30. Januar, einen Clip-MP3-Player von Medion im Angebot. Der kompakte Player kann neben MP3- auch WMA- und WAV-Dateien wiedergeben und soll einen starken Akku mitbringen.
Bei Sony gibt es wieder neue MP3-Player der Walkman-Reihe. Die Z-Serie bekommt Nachwuchs in Form von zwei Android-Modellen, bei der B-Serie gibt es mehrere neue Player für die Hosentasche.
Der Streamingdienst Grooveshark ist nicht mehr in Deutschland verfügbar. Der Anbieter macht die Gema für den Rückzug verantwortlich, diese widerspricht jedoch den Vorwürfen.
Massenhafte Abmahnungen, wie sie aufgrund von Urheberrechtsverletzungen verschickt werden, können auch unzulässig sein. Das OLG Düsseldorf beurteilte jetzt in einem Fall die anwaltliche Dienstleistung als "unbrauchbar".
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) warnt vor der Benutzung von Kopfhörern im Straßenverkehr. Das sei ein gefährlicher Trend. Gerade bei den Fußgängern ist die Anzahl der Verkehrstoten stark gestiegen.
Das Mixed Tape vom Autobauer Mercedes Benz geht in die nächste Runde: Mit "Silver Vibrations" folgt man weiterhin dem Thema der wechselnden Farben bei der kostenlosen MP3-Compilation.
Zwischen Weihnachten und dem 8. Januar hat der Online-Händler Amazon verschiedene MP3-Aktionen laufen. Beispielsweise kann man täglich zwischen verschiedenen Alben für je 3,99 Euro wählen.
Die Gema hat einen neuen Tarif über die Vergütung der Musiknutzung von kostenlosen Streamingdiensten veröffentlicht. Von Anbietern werbefinanzierter Plattformen will die Verwertungsgesellschaft künftig gut zehn Prozent.