Insgesamt 13,1 Milliarden Euro geben die Deutschen in diesem Jahr für Unterhaltungselektronik aus, das sind 8,7 Prozent mehr als im vergangenen Jahr, informiert der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) auf Basis einer einer aktuellen Studie der Marktforscher von GfK und EITO. Das Marktwachstum bei digitalen Geräten sei dabei um knapp 18 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro gestiegen, die Nachfrage nach analogen Geräten wie Videorekorder, Stereoanlagen und Röhrenfernseher um fast 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro gesunken.
Für Flachbild-Fernseher werden die Verbraucher in Deutschland in diesem Jahr wohl rund 3,6 Milliarden Euro ausgeben, 70 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Flachbildschirme stünden derzeit für 28 Prozent des Gesamtmarktes für Consumer Electronics. Ebenfalls im Aufwind befinden sich laut BITKOM Spielekonsolen sowie digitale Set-Top-Boxen. Das bislang stürmische Wachstum bei Digitalkameras und DVD-Geräten werde sich demgegenüber beruhigen. "Man sieht deutlich, wie sehr die vielen Innovationen den Markt für Consumer Electronics in Bewegung halten", so BITKOM-Präsident Willi Berchtold.
Eine Befragung von BITKOM unter Verbrauchern ab 15 Jahren zeigt zudem, dass in punkto Technik die Unterschiede zwischen Altersklassen sowie zwischen Männern und Frauen zunehmend verschwinden. Lediglich die Gruppe der Frauen ab 50 zeige sich weniger technikaffin. Der Umfrage zufolge besitzen 82 Prozent aller deutschen Haushalte mindestens ein Handy. In jedem zweiten Haushalt sei mindestens eine Digitalkamera, in jedem vierten mindestens ein MP3-Player verfügbar.
Im Schnitt nutzt fast jeder zweite Deutsche über 15 Jahre eine Digitalkamera. Insgesamt machen die Deutschen rund 25 Milliarden digitale Fotos im Jahr, das entspricht 66 Millionen Bildern am Tag. Sieben Prozent der Deutschen gehören mit mehr als 100 Bildern im Monat zu den Vielfotografierern. Außerdem sei Fotografie inzwischen die mit Abstand meistgenutzte Zusatzfunktion von Handys, dahinter folgt der Einsatz eines MP3-Spielers.
Knapp drei Viertel aller deutschen Jugendlichen und Erwachsenen nutzen einen PC, dabei gebe es keinen Unterschied mehr zwischen Frauen und Männern. Doch auch heute noch seien 40 Prozent aller deutschen Haushalte komplett offline. Wer jedoch einen Internetanschluss hat, nutzt ihn in aller Regel sehr intensiv, so der BITKOM. Knapp zwei Drittel der Onliner kaufen im Internet ein, fast jeder zweite bucht Reisen oder Hotelzimmer online. Immerhin jeder fünfte nutzt das Internet zur persönlichen Weiterbildung, jeder sechste hört Web-Radio.
Im viel beachteten Rechtsstreit mit dem Internetportal Youtube hat die Gema Berufung eingelegt. Das Urteil geht der Rechteverwertungsgesellschaft noch nicht weit genug. Es war entschieden worden, dass Youtube Videos nach Beschwerden der Rechteinhaber löschen muss.
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