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Test: Videofilmen in einer neuen Dimension mit HDV

Das Magazin "video" testet in seiner neuen Ausgabe den Standard für hoch auflösendes Video. Das Ergebnis: Mit HDV-Camcordern lassen sich schärfere Bilder drehen als die Fernsehsender bislang zeigen, jedoch stellt die Bearbeitung der Aufnahmen hohe Anforderungen an Hard- und Software.

Seit der IFA 2005 ist HDTV in aller Munde. Doch während die ersten TV-Stationen ihre hoch auflösenden Fernsehbilder frühestens Ende Oktober ausstrahlen werden, können Videofilmer schon jetzt weitaus schärfere Bilder drehen. Möglich macht dies ein neuer Videostandard "High Definition Video", kurz HDV. Das Test-Magazin hat "video" (Ausgabe 10/2005) hat HDV messtechnisch auf den Prüfstand gestellt und erklärt, wie die Technologie funktioniert. Darüber hinaus zeigt der Testbericht, wo die Unterschiede zwischen High Definition Video und Digital Video (DV) liegen und welches Equipment der Anwender für hoch auflösendes Videofilmen braucht.

Laut "video" ist HDV keine komplett neue Technologie, sondern eine Weiterentwicklung des bekannten Aufnahmeformats Mini-DV. Das hat den Vorteil, dass die herkömmlichen Mini-DV-Bänder im Einsatz mit HDV- Camcordern weiter benutzt werden können. Einziger Unterschied ist, dass HDV-Camcorder das Band nicht im DV-, sondern im MPEG-2-Format beschreiben.

Neu indes sind die Bildauflösungen und das Speicherformat, in dem Videos aufgezeichnet werden. Im so genannten 1080i-Modus arbeiten HDV-Camcorder mit einer Auflösung von 1.440 mal 1.080 Bildpunkten und setzen die Videobilder aus Halbbildern zusammen. Dagegen baut das Format 720p (p steht für "progressiv") jedes einzelne der Videobilder aus 1.280 mal 720 Bildpunkten auf. Unabhängig von der Pixelzahl ist das Bildformat in HDV stets 16:9 und damit dasselbe wie im hoch auflösenden Fernsehstandard HDTV.

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Aufgrund ihrer hohen Auflösung und der MPEG-2-Komprimierung > stellen HDV-Videos bei der Nachbearbeitung am PC erhebliche Anforderungen an die Hardware, so das Magazin weiter. Hoch auflösende Effekte werden statt im DV-Bildformat mit 720 mal 576 Bildpunkten mit HDV-typischen 1.440 mal 1.080 Pixeln berechnet. Weitere Rechenpower benötigt die Vorschau am PC, denn dafür muss der Computer das Bild in Echtzeit berechnen. Wer HDV-Filme bearbeiten will, braucht also einen sehr leistungsstarken Rechner - ein Drei-Gigahertz-Prozessor ist laut "video" Minimum.

Für die digitale Bildbearbeitung ist auch neue Software erforderlich, denn bisherige DV-Schnittprogramme kommen mit den hoch auflösenden Bildern nicht zurecht. Inzwischen bringen aber Software-Hersteller wie Ulead, Magix, Pinnacle oder Adobe nach und nach HDV-taugliche Versionen ihrer Schnittprogramme auf den Markt.

Um High-Definition-Videos entsprechend vorführen zu können, muss auch das Equipment "HD-Ready" sein. Denn die hohen Auflösungen geben nur Plasma-, LCD- und Rückprojektions-TVs sowie Videobeamer wieder, die den Kriterien für das offizielle "HD-Ready"-Logo genügen. Falls jedoch kein HDTV-fähiger Fernseher oder Projektor zur Verfügung steht, lässt sich die Ausgabe auch auf das niedrigere PAL-Format umstellen, so "video" abschließend.


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