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MP3-Player von Aldi im Schnelltest

Mal wieder ein MP3-Player beim Discounter: Aldi bietet ein Gerät für knapp 50 Euro an. Doch laut der Stiftung Warentest weist dieser einige Mängel, beispielsweise bei der Abspielfunktion oder den Kopfhörern auf.

Im aktuellen MP3-Spieler-Test 7/2005 der Stiftung Warentest kostet der billigste Player 100 Euro. Da scheint das derzeitige Angebot von Aldi Nord - ein MP3-Player für knapp 50 Euro - ein echter Preisknaller zu sein. Doch der Player kostet nicht nur halb so viel, er hat mit 256 Megabyte auch nur halb so viel Speicher, während mittlerweile im Vergleichstest bereits 512 Megabyte Standard sind. Die Tester haben nachgeprüft, ob das Angebot noch weiter Schwächen hat.

Akku integriert

Der Player hat einen Mini-Joystick, die USB-Schnittstelle ist eine Buchse, so das zur Verbindung zum PC ein USB-Kabel benötigt wird. Der Akku ist fest in das Gerät eingebaut, was den Vorteil hat, dass er immer wieder aufladbar ist und keine neuen Batterien benötigt werden. Nachteil ist jedoch, das zum Aufladen eine USB-Verbindung mit dem PC hergestellt werden muss oder ein Netzteil für die Steckdose benötigt wird.

stiftung warentest

Abspielfunktion unpraktisch

Rechner mit Windows ME/2000/XP erkennen das Gerät als Wechsellaufwerk, für Windows 98 gibt es Treiber. Die MP3s lassen sich dann einfach per Drag&Drop auf den Player ziehen. Enttäuschend ist jedoch die Abspielfunktion: Der Speicherchip übernimmt zwar die Ordnerstruktur von der Festplatte und spielt sie der Reihe nach ab. Doch es ist nicht möglich, einzelne Ordner direkt anzusteuern. Um zum gewünschten Song zu kommen, muss sich der Nutzer mit der Skip-Taste voranbewegen.

Das Gerät kann über das integrierte Mikrofon Sprache aufzeichnen und eignet sich somit auch als Diktiergerät. Unerfreulicherweise speichert der Player das Aufgenommene als Datei im WAV-Format, was um einiges größer ist als eine Standard-MP3-Datei, kritisiert die Tester.

Last für die Ohren

Eine Schwäche von MP3-Playern sind häufig die Kopfhörer, so auch bei diesem Player. Sie klingen blechern, Bässe und hohe Töne sind wenig zu hören. Es fehlt ein ausgewogener Sound, so die Stiftung Warentest. Der Klang lasse sich aber durch hochwertige Kopfhörer verbessern. Die beiliegenden Hörer haben außerdem ein so kurzes Kabel, dass die Verbindung nicht von der Hosen- oder Jackentasche bis zu den Ohren reicht, bemängeln die Tester. Das Gerät hängt also mit seinem gesamten Gewicht an den Ohrmuscheln, was bei langem Tragen unangenehm sein kann.

Ordentliches Display

Positiv bewerten die Tester jedoch das Display. Es ist mit 3,1 mal 1,9 Zentimeter relativ groß, dadurch lassen sich die Informationen gut ablesen. Im Normalbetrieb werden Lautstärke, Akkuladezustand, Playmodus, Equalizereinstellung, Dateiformat, Titelnummer, Titelzeit, Titel/Künstler/Album angezeigt. Die Hintergrundbeleuchtung schaltet sich standardmäßig fünf Sekunden nach der letzten Aktion aus. Varianten sind nach zehn Sekunden ausschalten beziehungsweise ständig oder nie anschalten. Dabei gilt: Je weniger das Display leuchtet desto länger hält der Akku.

Slot für externe Speicherkarten

Leider können Aldi-Kunden den Player nicht als externen Datenspeicher benutzen, also keine beliebigen Dateien auf den Player ziehen, um sie zu sichern oder auf einen anderen Rechner zu bringen. Jedoch hat der Spieler einen Slot für externe Speicherkarten. Dadurch lässt sich etwa mit dem Kauf einer 1-Gigabyte-Karte die Speicherkapazität erhöhen. Das relativiert zwar die Kritik am geringen Speicher von 256 Megabyte. Doch eine 1-Gigabyte-Speicherkarte kostet um die 70 Euro. Der Preis steigt damit also auf über 100 Euro. Und in dieser Preisklasse gibts Marken-MP3-Player, meinen die Tester abschließend.


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