Zehn Sicherheitsregeln für den Online-Einkauf
Der Shop-Prüfer Trusted Shops hat zehn Regeln für einen sicheren Online-Einkauf aufgestellt. Regel Nummer elf: Neben der Beachtung diverser Qualitätsmerkmale sollte auch der gesunde Menschenverstand nicht zurückstehen.
Wer beim Weihnachtseinkauf im Internet keine böse Überraschung erleben will, sollte gesunden Menschenverstand walten lassen und auf bestimmte Qualitätsmerkmale achten. Man sollte nicht ohne weiteres Geld überweisen, um Ärger und finanzielle Verluste auszuschließen. Der Shop-Prüfer Trusted Shops empfiehlt zehn Regeln für einen sicheren Online-Einkauf:
- So ist beispielsweise die Anbieterkennzeichnung wichtig, falls es später zu Fragen oder Abwicklungsproblemen kommen sollte. Die Angabe des Firmennamens reicht nicht, es muss unbedingt ein Verantwortlicher namentlich benannt sein, ebenso wie eine komplette Anschrift mit Straße, Hausnummer und Ort.
- Angaben zum Vertragsschluss geben Aufschluss darüber, wann man eine verbindliche Bestellung abgibt. Im Zweifel sollte der Kaufvorgang lieber abgebrochen werden, wenn man sich über die Bedeutung eines Buttons nicht im Klaren ist.
- Übersichtliche AGB zeigen, ob der Händler die Kundenrechte berücksichtigt. Lange oder komplizierte Klauselwerke können darauf schließen lassen, dass die Rechte unzulässig eingeschränkt werden sollen. Unklare Regelungen sind zwar unwirksam, trotzdem kann es hinterher zu Streit mit dem Anbieter kommen.
- Preistransparenz ist unbedingt erforderlich. Werden die Versandkosten nicht automatisch berechnet, muss eine verständliche Versandkostentabelle vorhanden sein. Manchmal stellt sich dann heraus, dass der Kauf wegen hoher Versandkosten kein Schnäppchen mehr ist.
- Die Zahlungsbedingungen müssen unmissverständlich formuliert sein. Am sichersten ist die Zahlung erst nach Erhalt der Ware, das heißt, Kauf auf Rechnung oder Zahlung per Nachnahme. Viele Anbieter verlangen jedoch Vorkasse durch Überweisung oder Kreditkarte. Dies ist nur empfehlenswert, wenn die Zahlung durch einen Drittanbieter abgesichert ist, beispielsweise durch den eBay-Treuhandservice oder die Geld-zurück-Garantie von Trusted Shops.
- Verbindliche Liefertermine müssen ausdrücklich vereinbart werden. Bei Unklarheiten sollte nachgefragt und um eine schriftliche Bestätigung gebeten werden. Lässt sich der Anbieter nicht auf einen verbindlichen Termin ein, hat er laut Gesetz 30 Tage Zeit zu liefern.
- 14 Tage Widerrufsrecht gilt für alle Internet-Einkäufe, ohne dass ein Grund genannt werden muss. Findet sich im Bestellverlauf kein Hinweis auf das Widerrufsrecht, sind Probleme bei Umtausch oder Rückgabe vorprogrammiert. Die Rückgabemöglichkeit gilt auch bei gewerblichen eBay-Verkäufern.
- Datenschutz und Datensicherheit sind für jeden Händler vorgeschrieben. Kundendaten dürfen nur für die Bestellabwicklung verwendet werden, eine Weitergabe an Dritte ist nur mit ausdrücklicher Einwilligung zulässig. Zahlungsdaten müssen sicher übertragen werden. Das kann man an dem Schloss-Symbol im Internet-Browser erkennen.
- Kundenservice und Garantien lassen sich im Vorfeld nur schwer überprüfen, wenn der Händler nicht mit einem anerkannten Gütesiegel zertifiziert ist. Man sollte auf schriftliche Garantiezusagen achten und ruhig einmal beim Händler anrufen, um die Erreichbarkeit des Kundendienstes zu testen.
- Anerkannte Gütesiegel zeigen, dass entsprechend zertifizierte Händler umfassend geprüft wurden und dass man einen neutralen Ansprechpartner hat. Das verbreitete Siegel Trusted Shops bietet ohne Zusatzkosten auch eine Geld-zurück-Garantie bei Nichtlieferung oder Rückgabe an und kümmert sich in Problemfällen um die Abwicklung mit dem Händler. Eine Liste aller 900 geprüften Händler findet man auf der Trusted Shops-Homepage.
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