Mit einem symbolischen Knopfdruck startete am heutigen Montag das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) in den Regionen Köln/Bonn, Hannover/Braunschweig sowie in Bremen/Unterweser. Im November dieses Jahres sollen die Regionen Hamburg/Lübeck, Kiel und Düsseldorf/Ruhrgebiet hinzukommen. Dann werden nach derzeitigem Planungsstand insgesamt rund 25 Millionen Einwohner in Norddeutschland und Nordhrein-Westfalen DVB-T empfangen können.
In den DVB-T-Startregionen werden zunächst 16 bis 20 Fernsehprogramme empfangbar sein. Zusätzliche öffentlich-rechtliche sowie private Programme sind für den 8. November geplant. Damit erhöht sich das Angebot auf 24. 2005 sollen weitere Ballungsräume in Deutschland folgen. Ziel ist der schrittweise Umstieg und die bundesweite Programmverbreitung über DVB-T innerhalb der kommenden Jahre.
Um DVB-T zu empfangen, braucht der Zuschauer eine Settop-Box. Sie wird zwischen Haus- oder Zimmerantenne und den Fernseher gestöpselt. Es gibt aber noch weitere Spielarten: Fernseher zum Nachrüsten oder mit eingebautem Empfänger, PC-Boxen oder auch Festplatten-Receiver, die gleichzeitig als Videorecorder fungieren. Receiver sind ab rund 100 Euro zu haben. Je nach Empfangslage könnte noch eine Zimmerantenne fällig werden, die ab 12 Euro kostet. Sofern vorhanden, kann der Neukunde aber auch seine alte Hausantenne weiterbenutzen.
In weiten Bereichen des Versorgungsgebietes soll auch portabler und mobiler Fernsehempfang möglich sein, berichten die Rundfunkanstalten.
Im viel beachteten Rechtsstreit mit dem Internetportal Youtube hat die Gema Berufung eingelegt. Das Urteil geht der Rechteverwertungsgesellschaft noch nicht weit genug. Es war entschieden worden, dass Youtube Videos nach Beschwerden der Rechteinhaber löschen muss.
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