Über 10.000 Produktionen wurden seit 1994 bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) eingereicht. Das neunte Prüfjahr war zugleich das erste Jahr des neuen Jugendschutzrechts (JuSchG), das seit 1. April des vergangenen Jahres wirksam ist. 2286 Titel wurden bei der USK im gesamten Jahr geprüft - in 2002 waren es 1210 Titel, im Jahr zuvor 949 Titel.
Der Anteil geprüfter PC-Titel stieg deutlich auf jetzt 52 Prozent, im Vorjahr waren es nur 35,4 Prozent. Die absolute PC-Titelanzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und stieg von 428 auf 1191. Darin spiegelt sich nach Angaben der USK vor allem der hohe Anteil an Nachkennzeichnungen gemäß JuSchG, die deutsche Hersteller von PC-Kindersoftware beantragt hatten.
Wie schon in den letzten Jahren verzeichneten die geprüften Konsolenspiele erneut einen deutlichen Zuwachs und stiegen auf 1095 im Vergleich zu 760 im Jahr 2002. Für die PlayStation 2 stieg die Titelzahl von 246 (2002) auf 358. Die Top 5 der am häufigsten eingereichten Genres zeigen, dass wiederum Titel in der Tradition der Automatenspiele am häufigsten eingereicht wurden. Dazu zählten etwa Spiele wie Beat'em Up oder Shoot'em Up. Auf Platz zwei stand die Spielesammlung, Platz drei nahm die Kategorie Sport ein. Der Shooter landete auf Platz vier, auf dem fünften Rang fand sich die Simulation.
Fast zwei Drittel aller Titel erhielten - genau wie im Vorjahr - eine Alterseinstufung unterhalb der 12 Jahre. Unverändert blieb auch der Anteil der Entscheidungen oberhalb der USK 16. Bei 1806 Prüfvorgängen seit 1. April 2003 gab es nur 16 Mal ein Veto des Ständigen Vertreters der Obersten Landesjugendbehörden, um den Kreis der Sachverständigen in Grenzfällen der Entscheidung zu erweitern. Zwei Mal wurden Prüfentscheidungen auf Antrag des Anbieters im Berufungsverfahren getroffen.
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