Um fast 85 Prozent können Verbraucher einem aktuellen Test zufolge die Stromkosten einer Home-Cinema-Anlage reduzieren. Wie das Magazin "video" in seiner aktuellen Ausgabe 1/2004 berichtet, kostet der Standby-Betrieb für Fernseher, DVD-Player, VHS-Recorder, AV-Receiver und Set-Top-Box mit Festplatten-Recorder pro Jahr fast 40 Euro. Energie-effiziente AV-Geräte dagegen könnten diese Kosten pro Jahr auf sechs Euro drücken.
Gerade billige Home-Cinema-Komponenten seien oftmals Stromfresser, so das Fazit des Magazins. Die Hersteller verzichten auf energiesparende Bauteile, um ihre Kosten möglichst niedrig zu halten. Daher haben viele AV-Komponenten mittlerweile gar keinen Netzschalter mehr, mit dem sich das Gerät komplett ausschalten lässt. Dadurch entstehen langfristig Mehrkosten für den Standby-Betrieb, die beim Schnäppchenkauf meist nicht bedacht werden, berichtet "video". Ein Rechenbeispiel: Ein Billig-DVD-Player mit einem Anschaffungspreis von 50 Euro hat nach fünf Jahren für knapp 40 Euro Standby-Strom verbraucht. Im gleichen Zeitraum verursacht ein energie-effizienter Player den Angaben zufolge gerade mal 50 Cent Standby-Kosten, weil er dabei nur 0,1 Watt verbraucht.
Abschalten ist allerdings nicht immer sinnvoll, denn der Standby-Betrieb hat bei vielen AV-Geräten durchaus seinen Sinn, berichtet "video". Gerade Video-, DVD- und Festplattenrecorder lassen sich nur mit einer Standby-Funktion sinnvoll nutzen, weil sie so zur vorab programmierten Zeit aktiv werden und die gewünschte Sendung aufnehmen. Diese Funktion ist aber nicht immer vonnöten.
Man kann jedoch mit einfachen Mitteln den Standby-Stromverbrauch selbst deutlich reduzieren: Eine Steckdosenleiste mit zentralem Ein-/Aus-Schalter für die AV-Geräte trennt die Anlage mit einem Handgriff vom Stromnetz. Zudem gibt es so genannte Powersafer, die den Standby-Modus der Geräte überwachen und diese automatisch vom Netz trennen. Einige TVs lassen sich zudem so einstellen, dass sich der Fernseher nach einer bestimmten Zeit vollständig abschaltet.
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