Über 100 Millionen seiner MP3-Player hat Apple bisher weltweit verkauft, nun wurde die gesamte iPod-Linie erneuert und noch dazu einen neuen Player vorgestellt, nämlich den iPod touch mit Touchscreen und integrierten W-LAN. Beim iPod shuffle gibt es keine technischen Neuerungen, dafür wird er bunter: Er ist nun auch in der RED Special Edition sowie in vier weiteren Farben erhältlich. Beim Kauf eines RED-Produktes gibt Apple einen Teil des Kaufpreises an den Global Fund zur Bekämpfung von AIDS in Afrika weiter.
Der iPod touch ähnelt sehr dem iPhone, nur eben ohne Telefonfunktionen. Das Surfen im Internet über W-LAN ist jedoch auch mit dem "Musik-Player" möglich. Bedient wird der 8 Millimeter dicke Player – wie das Musikhandy – über die so genannte Multi-touch-Benutzeroberfläche. "Die Leute werden verblüfft sein, wie schmal er ist und wie viel er kann", meint Apple-Chef Steve Jobs.
Das neue Gerät verfügt über ein 3,5 Zoll-Breitbild-Display. Über einen integrierten Sensor soll das Gerät erkennen, wenn es ins Querformat gedreht wird und dementsprechend das Bild drehen. Ein Lichtsensor passt die Helligkeit des Displays automatisch ans Umgebungslicht an. Eine Akkuladung soll für bis zu 22 Stunden Audio- und 5 Stunden Videowiedergabe genügen.
Über W-LAN geht der iPod touch auch online, dazu ist bereits der Browser Safari vorinstalliert. Mit dem YouTube-Programm von Apple lassen sich Videos von dem Videoportal abspielen. Darüber hinaus kann man im neuen iTunes Wi-Fi Music Store drahtlos Musik durchstöbern, probehören und kaufen.
Dazu hat Apple in den USA eine Kooperation mit Starbucks gestartet, so können Starbucks-Kunden in teilnehmenden Filialen bald auf auf den iTunes Wi-Fi Music Store zuzugreifen. Beim Betreten einer teilnehmenden Filiale wird der Store automatisch vom iPod touch, dem iPhone oder auch dem Laptop, auf dem iTunes installiert ist, erkannt. Man kann sehen, welcher Song derzeit gespielt wird oder kürzlich im Store gespielt wurde und diesen sofort über WLAN Probe hören, kaufen und herunterladen.
Der iPod touch bietet damit weitaus mehr Funktionen als bisherige iPod-Modelle, an Speicher kann er den Klassiker aber nicht überbieten, so verfügt der Player über 8 bzw. 16 GB Kapazität. Die Geräte sollen in Kürze verfügbar sein, die 8 GB-Variante soll 300 Euro, die 16-GB rund 400 Euro kosten.
Der Player steckt in einem Vollmetall-Gehäuse eloxiertem Aluminium und poliertem Edelstahl und verfügt, so Apple, über eine verbesserte Benutzeroberfläche. Besonders schick ist die aus iTunes bekannte Cover-Flow Funktion, so dass man per Click Wheel durch die Alben-Cover der gesamten Musiksammlung navigieren kann.
Auch bei der Batterieleistung hat Apple aufgerüstet so soll der Player bis zu 40 Stunden Musik und bis zu 7 Stunden Video (160 GB-Modell) beziehungsweise 30 Stunden Musik und fünf Stunden Video (80 GB-Modell) mit einer Batterieladung wiedergeben.
Der iPod classic mit 80 GB ist für 250 Euro erhältlich, das 160 GB-Modell soll rund 350 Euro kosten. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass beim Herauskommen der fünften Generation der 80 GB-Player noch über 350 Euro kosten sollte.
Wie MP3werk.de berichtete, wurde schon vor rund zwei Wochen über einen iPod nano mit größerem Display spekuliert. Dies hat sich nun bewahrheitet, so ist der keine Player nun mit einem 2-Zoll-Display ausgestattet und spielt auch Videos und Filme ab. "Der iPod nano wird von Generation zu Generation immer besser", erklärt Apple-CEo Steve Jobs.
Wie auch der iPod classic verfügt der nano über die weiterentwickelte Benutzeroberfläche und enthält ebenfalls drei vorinstallierte Spiele. Mit einer Akkuladung soll er bis zu 24 Stunden Musik oder bis zu fünf Stunden Filme spielen.
An der Speicherkapazität hat sich nichts verändert, außer dass es kein 2 GB-Modell mehr gibt, die übrigen Modelle sind jedoch günstiger geworden. Der iPod nano in Silber mit 4 GB kostet nun rund 150 Euro (statt bisher 200 Euro), den 8 GB-Player gibt es in den Farben Schwarz, Blau, Grün und als RED Special Edition, er geht für rund 200 Euro (bisher 250 Euro) über die Ladentheke.
Alle iPods lassen sich wie gewohnt mit iTunes synchronisieren, die neuste Version der Software (7.4), die nun die neuen Modelle unterstützt, steht nun zum kostenlosen Download bereit.
Nach den zahlreichen Neuvorstellungen hat der Apple-Chef noch einen oben drauf gesetzt: Das iPhone, erst seit rund zwei Monaten in den USA erhältlich, wird billiger, und das gleich um 200 Euro. Statt 599 Dollar soll die 8 GB-Variante nur noch 399 Dollar kosten. Die 4 GB-Variante wird Vermutungen zufolge vom Markt genommen.
Marktanalysten vermuten hinter der Preissenkung schlechte Verkaufszahlen, Steve Jobs erklärte jedoch, so vor allem mit Blick auf das kommende Weihnachtsgeschäft mehr Kunden gewinnen zu wollen. In Deutschland soll das iPhone Ende des Jahres auf den Markt kommen.
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